Videotutorial – Richtig mailen mit dem Email Programm Thunderbird

13. August 2009 | Von | Kategorie: Grundwissen

„Kernkompetenz Email“.

Mitte 2009 hatte die Email fünfundzwanzigjährigen Geburtstag.  Es werden täglich viele Mails geschrieben. Doch um wirklich effektiv und zeitökonomisch zu mailen braucht es in der Regel einen Emailclient – ein kleines Programm mit dem zeitsparend und bequem die Mails mehrerer Postfächer abgefragt werden können.

Die „bequemen“ grafischen Webmailoberflächen a la Gmx.de  bieten oftmals nur rudimentäre Möglichkeiten. Auch kann es passieren dass der Anbieter die Oberfläche stark mit Werbeeinblendung verziert. Anders mit einem Emailclient Programm wie etwa dem populären Thunderbird.

Aber was sind nun die Vorteile der Verwaltung der Mailkonten mit einem Emailclient?

Mit einem solchen Programm können komfortabel mehrere Postfächer gleichzeitig genutzt werden oder auch beispielsweise Autotexte für wiederkehrende Emails verwendet werden.  Schließlich verfügen viele versierte Internetbenutzer inzwischen über zwei oder auch mehrere Emailaccounts. Oft vorzufinden: Eine Emailaccount wird für die ernsthafte/berufliche Korrespondenz verwendet, der Name der weiteren Accounts wird bewusst so gewählt dass nicht von dritten rückstandsfrei auf die Realidentität des Nutzers geschlossen werden kann.

Konten im Emailclient Thunderbird – ein typisches Beispiel aus dem Alltag:

Nach einigen Jahren im Internet finden sich auch in der Regel mehrere Konten.  Beim altbekannten Statisten Manfred Mustermann wären dies:

Ein weiterer Vorteil eines Emailclients anhand obigen Beispiels: Egal mit welchen der drei Konten die Email verfasst wird, genutzt wird immer ein gemeinsames Adressbuch – nämlich das des Emailprogrammes. Es kommt so nicht zu einer „digitalen Aufsplittung“.

Mit dem Thunderbird Emailclient können auch Regeln für wiederkehrende Emails erstellt werden: alle Emails die von einem bestimmten Absender ankommen, werden automatische in einem Ordner vorgehalten – und werden damit übersichtlich archiviert.

Inzwischen gibt es zwar etliche Mailanbieter, die auf ihren Websites ähnliche Komfortfeatures anbieten, aber wird dies oft durch lästige Werbung oder andere Kompromisse erkauft.  Das krasseste Beispiel ist hier bestimmt der populäre Gmail Mailaccount – schließlich können hier der AGB nach theoretisch alle empfangenen Mails im Volltext mitgeschnitten und  zu einem stimmigen Kundenprofil verschlagwortet werden. Was mit vermeintlich harmloser kontextoptimierter Werbung beginnt, könnte in der Rasterfahndung enden… Klar, man hat ja nichts zu verbergen.

Unter dem Strich sprechen also auch heute noch viele Argumente für die Nutzung eines Emailprogramms, auch in Zeiten des Web 2.0!

Thunderbird „sich selbst beibringen“: lehrhafter Screencasts des DGB zum Emailclient Thunderbird

Der Thunderbird ist sehr gut dokumentiert, auch gibt es etliche Tutorials im Netz, welche das sehr beliebte Programm erklären.

Eine andere, „modernere“ Lernmöglichkeit als das Lesen von Textanleitungen bieten sogenannte Screencasts. Über diese lehrhaften kommentierten Bildschirmfilme kann sich ein Lerner in relativer kurzer Zeit Kenntnisse über das Nachspielen von Übungen aneignen. Etliche solcher Screencasts werden auch von Schülern oder Privatnutzern erstellt und finden sich auf populären Videoseiten wie etwas youtube. Allerdings schwankt die Qualität der Screencasts beträchtlich.  

Im Folgenden finden sich ein Link zu den sehr empfehlenswerten Screencastfolgen des DGB Bildungswerkes in welchen erklärt wird, wie der Thunderbird für das Verfassen und effektive Verwalten der Mails genutzt werden kann.  Die Filme sind recht umfangreich und ermöglichen einen systematischen Einstieg.

Über Tipps zur Installation und bloßen täglichen Handhabe des kostenlosen Mailprogrammes hinaus findet in einigen Folgen auch ein Blick über den technischen Tellerrand hinaus statt. So werden auch wichtige Datenschutzprobleme die sich beim täglichen Mailen ergeben können genannt. Weiterhin wird ein ausführlicher Einblick in die Verschlüsselungsproblematik (PGP) gegeben und erklärt wie unter Thunderbird mit dem Plugin Enigmail Mails sicher verschlüsselt werden können. In einem eigenen Kapitel wird auch die Terminplanung über das Thunderbird Plugin Lightning erklärt. Die anderen Kapitel thematisieren weitere wichtige Aspekte.

Insgesamt gliedert sich der Screencast in über 12 Sequenzen; angerissen werden

  • Einführung in Thunderbird – Ein Open Source Mailprogramm
  • Kapitel 2: Die Wahl der Software ist eine politische Entscheidung (12 Minuten)
  • Kapitel 3: Die Welt von Open Source (20 Minuten)
  • Kapitel 4: Download und Installation (4 Minuten)
  • Kapitel 5: Einrichtung eines E-Mail-Kontos (10 Minuten)
  • Kapitel 6: Basisfunktionen von Thunderbird (ca. 20 Minuten)
  • Kapitel 7: Spamfilter (Datenschutz in Thunderbird I) (ca. 7 Minuten)
  • Kapitel 8: Phishing-Schutz, AntiVirus und Master-Passwörter (Datenschutz in Thunderbird II) (ca. 8 Minuten)
  • Kapitel 9: Verschlüsselung mit Enigmail (Datenschutz in Thunderbird III) (ca. 22 Minuten)
  • Kapitel 10: RSS-Konten und Newsgruppen (ca. 12 Minuten)
  • Kapitel 11: Lightning – Kalender und Terminplaner (ca. 10 Minuten)
  • Kapitel 12: Community und Support (ca. 10 Minuten)

http://www.forum-politische-bildung.de/thunderbird/index.php

Insgesamt weit über zwei Stunden Material, erstellt mit Adobe Captivate.

Fazit zum Screencast

Ein sehr umfassender Einblick in die Nutzung des kostenlosen Emailclients  Thunderbird, der in dieser Form wohl einmalig im ganzen deutschsprachigem Internet ist. Der Screencast beschränkt sich dabei nicht auf die bloße Ersteinweisung im Sinne der technischen Handhabe, sondern gibt auch einen Einblick wie Open Source Software gesellschaftspolitisch zu beurteilen ist.

Der Lernstoff ist in sich geschlossene Sequenzen untergliedert, so dass eine freie Einteilung der inhaltlichen Abfolge durch den Lerner möglich ist.

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