Alternativen zu Google – Beispielrecherche Unterrichtsmaterialien Sexualpädagogik auf Bing, Yahoo, Google

1. September 2009 | Von | Kategorie: Medien finden

Über das Problem der Wahl der Suchmaschine

Schlau wird man auch im Internet!

Aber ist das wirklich so, und wenn ja wie und mit welchem Anbieter?new_york_public_library Wem stellt man am besten seine Fragen? Um ein wenig Ordnung ins virtuelle Chaos zu bringen gibt es ja die praktischen Helfer namens Suchmaschine. Doch welche von diesen ist wirklich objektiv, ordnungsliebend und hilft beim Suchen auch sinnvoll? Der Branchenprimus Google, der Pseudoneuling Bing oder der „lachende Dritte“ Yahoo, oder nutzt man am Besten gleich alle Drei? Welche der Suchmaschinen liefert die besten Ergebnisse fürs Lehren und Unterrichten? Wir haben recherchiert und den drei „allwissenden“ Suchmaschinen auf den Zahn gefühlt. Wer liefert die qualitativsten und anschaulichsten Unterrichtsmaterialien. Wer denkt mit, oder ist ein heimlicher Verkäufer? Beispielhafter Suchbegriff sollte hier Sexualpädagogik +Unterrichtsmaterial sein.

Kurzvorstellung der drei Spitzenkandidaten: Google, Yahoo und Bing

Bing.com

carrera_3Mit Bing.com versucht Microsoft wieder einmal dem Marktführer Google Konkurrenz zu machen. Als direkter Nachfolger vom MSN Livesearch ging Bing am 1.Juni 2009 an den Start. Mit umfangsreichen Zusatzfunktionen wie Bildsuche, Routenplaner und vor allem einer gegenüber Google verbesserten Videosuche hat Bing gute Chancen ernsthaft in den Wettbewerb einzugreifen. Durch eine schlichte Startseite, die bisher frei  von Werbeanzeigen ist und ein Ruhe ausstrahlendes wechselndes Bild zeigt, beginnt mit Bing eine angenehme Reise durch die weite Welt des Internets. Die technischen Features ähneln denen von Google sehr. Auch die Suchbefehle sind denen der von Google verwendeten angelehnt. Bing jedoch hat das erklärte Ziel dem Kunden einen Mehrwert zu bieten. Bereits jetzt ist Bing.com die Nummer 2. Und dies obwohl Bing gerade als so genannte Betaversion online ist. Auch hier scheinen die Macher von Bing bei Google gelernt zu haben.

Google.com

Google; eigentlich  müßig hier Worte zu verlieren, dennoch der ja gesuchten Ordnung halber. Google gilt als der Anbieter, der Ordnung in das Internet brachte. Am 7. September 1998 ging Google als Testversion online! Bis heute werden ca. 80% aller Suchanfragen über Google gestartet. Das Wort Google hat selbst in den Duden Einzug gefunden und  das Verb „googlen“ gilt als Synonym für Internetrecherche. Der  genaue Algorithmus ist ein Betriebsgeheimnis, mit dem wohl  auch der  Erfolg maßgeblich zusammenhing. Google lässt sich sehr gut personalisieren und geht auf verschiedene Bedürfnisse und Personenkreise ein. Google –Bildsuche, -Maps, -Routenplaner, -earth und so weiter machten Google zum Portal ins Netz, selbst für den unbedarftesten Nutzer. Neuerdings expandiert Google auch immer weiter in andere Softwarebereiche, wie zum Beispiel den Browser Chrome, Handy –Betriebsysteme, Virenschutzprogramme und vieles mehr. In diesem Zusammenhang steht Google jedoch immer wieder im Fokus von Datenschützern.  Zum einen wird kritisiert, dass Google sich scheinbar nicht um Persönlichkeitsrechte und Datenschutz kümmere, zum anderen erschließt Google auch obskure Geschäftsfelder wie bspw. 23 and Me.

Yahoo.com

Yahoo.com existiert seit 1995 und hat über 500 Millionen Nutzer weltweit. Das Unternehmen gehört zu den erfolgreichsten Internetportalen mit Online-Produkten und -Diensten, sowohl für Privat-, als auch für Geschäftskunden. Im Gegensatz zu Google und Bing präsentiert Yahoo verstärkt Nachrichten, Werbung und Messengerdienste auf seiner Startseite. . Es scheint, dass Yahoo eher ein multimedialer Anbieter sein möchte, als eine reine Suchmaschine. Auf dem ersten Blick hat man eher den Eindruck auf der Seite eines Magazins als auf der Seite einer Suchmaschine gelandet zu sein. Dennoch verfügt auch Yahoo über eine ordentliche Portion an Tools und Einstellungsmöglichkeiten für die Suche im Netz. Yahoo konnte sich neuerdings erfolgreich gegen die Übernahme durch Microsoft wehren, ob dies jedoch ein gelungener Schachzug war, bleibt aufgrund der gewaltigen Konkurrenz  abzuwarten. Edit: Inzwischen kooperieren die beiden Konzerne Yahoo und Microsoft bei der Suchtechnologie; die hier beschriebenen Portale bestehen zum Zeitpunkt diesen Artikels aber fort.

Mustersuche:  auf der Suche nach sexualpädagogischem Unterrichstmaterial

Um einen möglichst realistischen Vergleich zu ermöglichen, wurde ein eigenes Suchziel formuliert.

Den drei Suchmaschinen wurde die Aufgabe gestellt, Unterrichtsmaterial zum Thema Sexualkunde zu finden.

mr_beim_optikerWir teilten dies den virtuellen Superhirnen natürlich entsprechend Ihrer Sprache mit, indem wir Sie zunächst baten uns alles zum Begriff Sexualpädagogik +Unterrichtsmaterial zu sagen, was ihnen einfällt und um sich dann noch um entsprechende Unterlagen Arbeitsblatt +filetype:doc zu bemühen.

Da die drei sich gegen das babylonische Turmmodell entschieden haben, ist es möglich ihnen die Wünsche in gleicher Befehlsform mitzuteilen. Es wäre ja auch schon ein schlechtes Omen, wenn das virtuelle Gedächtnis der Menschheit nicht aus den Fehlern ihrer Schöpfer gelernt hätte.

Diskussion der Ergebnisse der verknüpften Suche zum Thema Sexualpädagogik:

Schon die reinen Zahlen lassen erkennen wie unterschiedlich die drei Bewerber ins Rennen gehen.

Bing.com Google.com Yahoo.com
Suchbegriff

Sexualpädagogik +Unterrichtsmaterial

Sexualpädagogik +Unterrichtsmaterial

Sexualpädagogik +Unterrichtsmaterial

Treffer

376

963

11.000

Relevante Treffer unter den ersten 20

7

4

5

Während Yahoo unglaubliche und ebenso runde elftausend Ergebnisse behauptet, hält sich Bing noch bescheiden zurück. Google präsentiert sich zwar  zahlenmäßig deutlich näher an dem Konkurrenten aus dem Hause Microsoft, aber hält dennoch fast das Dreifache an Antworten parat. Doch dass Masse nicht gleich Klasse ist weiß jedes Kind, auch ohne das weltweite Netz und somit wurden die jeweils ersten 20 Ergebnisse genauer betrachtet. Erstaunlich war, dass die drei von der virtuellen Wissenstankstelle kaum Doppelüberlieferungen produzierten. Bis auf die üblichen Verdächtigen „Wikipedia“, „Amazon“ und Co. hatte jeder so seine Vorlieben.

Bing scheint sein Versprechen einzulösen und versucht „einen Mehrwert für den Kunden bieten zu wollen“.  Die meisten Suchanfragen hatten zumindest grob etwas mit dem gewünschten Thema zu tun. Vor allem aber war eindeutig der Versuch des Neulings zu erkennen, wirklich Ergebnisse zu produzieren, welche die Suchwörter auch sinnvoll verknüpft beinhalteten.

Ganz anders der dienstälteste Kollege Yahoo. Nicht nur im Verhältnis, sondern auch in der Gesamtheit liefert Yahoo die wenigsten brauchbaren Ergebnisse. Nicht selten war es hier so, dass die Begriffe zwar auf der Seite auftauchten aber in fast keinem Zusammenhag standen. Auch fanden sich Werbeeinblendungen mit beiden Schlagwörter in unterschiedlichen Buchtiteln.  Darüber hinaus eine absolute Dominanz von Webshops und Anzeigen. Bei Yahoo scheint sich das zu bestätigen was die Startseite verspricht, viel Werbung und Kommerz aber vor allem viel!

Google bewegt sich entsprechend seines Alters zwischen den Seitenkontrahenten. Die beliebteste Suchmaschine  wirkt wie ein virtueller 0,99€ -Laden, viel Krempel aber mit Geduld auch hier und da etwas brauchbares. Eine Schwäche, die dieses elektronische Triumvirat jedoch teilt, ist die mehrfache Anzeige von Seiten. So findet man unter den Sucheinträgen manchmal eine Homepage –Startseite und direkt noch das Impressum, den Webshop und das Gästebuch. Das ist lästig und kostet Zeit.  Da das Internet trotzdem die schnellste Informationsquelle geworden ist, muss man sich Wohl oder Übel mit diesen Tücken auseinandersetzen

Ergebnisse der Recherche  nach Worddateien zum Thema Sexualpädagogik (.doc):

Wenn man die Trefferanzahl mit der Trefferhäufigkeit bei der verknüpfenden Suche vergleicht, erkennt man direkt den deutlichen Unterschied. Word-Dateien sind wohl viel weniger im Gewühl des Internets versteckt.

Bing.com Google.com Yahoo.com
Suchbegriff

Arbeitsblatt +sex filetype:doc

Arbeitsblatt +sex filetype:doc

Arbeitsblatt +sex
(*GUI*)

Treffer

93

138

163

Relevante Treffer unter den ersten 20

4

3

3

Hinzu kommt, dass man diese, zumindest was die Ergebnisse unsere Beispielsuche angeht, zum größten Teil nicht verwenden kann.

Unsere allwissenden Maschinen haben uns zu Dateien mit den Themen AIDS, Pornografie, Prostitution, DVD Empfehlungen, Chatrooms, Statistiken u.v.a. geführt. Brauchbare Unterrichtsmaterialien lieferten sowohl Bing, Google und Yahoo unter den ersten 20 „Treffern“ noch nicht einmal fünf.

Wieder führt Bing im Rennen mit vier hilfreichen Treffern, doch das ist kein Ergebnis , womit man als Suchender zufrieden ist.

Bei Yahoo findet man zwar das beste Arbeitsblatt, jedoch erst als 20. Treffer.  Es ist zu bezweifeln, dass sich ein suchender Lehrer so lange durch die Treffer durcharrbeitet. Das wäre die reinste Zeitverschwendung.

Vielleicht lag es auch an der Formulierung der zu suchenden Datei, dass alle drei Wettstreiter wenig bis keinen Erfolg brachten.

Ehe man aber 90 Minuten Recherche betreibt und dann so gut wie gar keine nützlichen Materialien findet, sollte man diese Zeit lieber selbst am Schreibtisch verbringen und versuchen, mit der eigenen Kreativität für sich und die Schülerinnen und Schüler, bessere Arbeitsmaterialien zu erstellen.

Fazit und Ausblick: Wie findet man am Besten?

Die Suchmaschine, die auf Fragen wirklich antwortet, ist noch nicht zu sehen. Es ist zu hoffen, dass es beim googlen irgendwann bing macht und man von Yahoo auf die Frage, welche Farbe der Himmel hat, die Antwort „Blau“ bekommt. Solange wird man das magische Dreieck komplett bemühen müssen, wenn man zumindest das größtmögliche Kuchenstück des Weltnetzwissens haben möchte.

Autoren: Manuel Wennmacher et. al

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Die besten Ergebnisse der Recherche zum Thema Sexualpädagogik:

  • https://www.fk-reha.tu-dortmund.de/fk13/de/Archiv/Meldungen_November_2008/KiSSes_fuer_die_Foerderschule__Sexualerziehung_an_zwei_Projektfoerderschulen_erprobt/index.html Freies Angebot der Universität Dortmund mir vielen Vorschlägen und Materialsammlungen auch zum Download Ein Schwerpunkt ist hier auch die Sexualerziehung für Menschen mit körperlichen Schädigungen. ( Bestes Google Ergebnis )
  • http://www.profamilia.de/shop/index.php?PHPSESSID=d898995b6544c0465cbcee6ec0ba4b0e Sehr gut aufgebaute Seite von der bekannten Organisation mit einem breit angelegten Themenkreis über den Unterricht hinaus. Neben verschiedenen Materialempfehlungen wird hier auch der fündig, der Material auf Türkisch braucht. ( Bestes Ergebnis Bing )
  • http://www.amorix.ch/de/index.php Ein Schweizer Seite welche einige Links zu anderen Seiten mit Unterrichtsmaterial bereithält. Dass diese Seite das beste Yahoo –Ergebnis war, zeigt wie weit diese Suchmaschine hinterher ist.   ( Bestes Ergebnis Yahoo )
  • www.feelok.ch/v1/arbeitsblaetter/v5_se9.doc Hier findet man ein Arbeitsblatt für eine Gruppenarbeit in Form einer Diskussion. Jedoch gibt es hier nur zu den Themen Pornografie und Prostitution anleitende Fragen.
  • www.klawi.de/AB%20Sexualethik.doc Schön und übersichtlich, aber zum Thema Sexualethik, mit Definition und kurzen Erläuterungen zu Sexualität, Familie und Liebe
  • www.sachcomics.educanet2.ch/info/.ws_gen/55/Lektionsreihe2.doc Vorbereitung für eine längere Unterrichtseinheit – Deutsch Lektionen für 3 Wochen – Genaueres Verlaufschema für 2 und 3 Lektionen zum Thema „HIV Prävention“
  • home.eduhi.at/cometo/ap/Sexualität – vorehelicher Gv.doc Sehr gutes Arbeitsblatt, übersichtlich, informativ und ein Fragenkatalog im Anschluss zum Thema vorehelicher Geschlechtsverkehr
Das Wort Google hat selbst in den Duden Einzug gefunden und das Verb „googlen“ gilt als Synonym für Internetrecherche. Der genaue Algorithmus ist ein Betriebsgeheimnis, mit dem wohl auch der Erfolg maßgeblich zusammenhängt. Google lässt sich sehr gut personalisieren und geht auf verschiedene Bedürfnisse und Personenkreise ein. Google –Bildsuche, -Maps, -Routenplaner, -earth und so weiter machten Google zum Portal im Netz, selbst für den unerfahrensten Nutzer. Neuerdings expandiert Google auch immer weiter in andere Softwarebereiche, wie zum Beispiel den Browser Chrome, Handy –Betriebsysteme, Virenschutzprogramme und vieles mehr. In diesem Zusammenhang steht Google jedoch immer wieder im Fokus von Datenschützern. Zum einen wird kritisiert, dass Google sich scheinbar nicht um Persönlichkeitsrechte und Datenschutz kümmere, zum anderen erschließt Google auch obskure Geschäftsfelder wie bspw.
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