Videotutorial: Erstellen von Concept Maps mit der Freeware CMaps

5. September 2010 | Von | Kategorie: Medien kreativ, Medien organisieren

Die Bedeutung und vielfältiger Einsatz von Mind Mapping und Concept-Map

Der Prozess des Denkens verläuft auf vielen verschiedenen Ebenen und vor allem nicht in der linear-kausalen Art und Weise, wie wir sprechen. Anhand des Brainstormings bereits kann man erkennen, wie komplex unsere Gedanken organisiert sind.

Die Mind-Mapping-Methode ist daher sehr hilfreich, um einzelne, zentrale Begriffe des Gegenstandes aufzuschreiben, den wir zu einem gegebenen Moment betrachten, und anschließend hierarchisch zu strukturieren und zu gruppieren.

Unterscheidung zwischen Concept-Map und Mind-Map

Eine Concept-Map geht von mehreren zentralen Begriffen zu verzweigten Begriffen. Zwischen den verzweigten Begriffen können Querverbindungen, die nicht hierarchisch sind, bestehen (d.h. ähnlich einem Straßennetz).

Eine Mindmap ist von einem zentralen Begriff, von innen nach außen aufgebaut, (d.h. ähnlich einem Baum mit Stamm und Ästen). Nicht hierarchische Querverbindungen zwischen Begriffen sind nicht möglich. Bei der Concept-Map ergibt sich die Struktur aus der Semantik ihrer Begriffe. Sie regt darum zum analysierenden und reflektierenden Denken über den Gegenstand der Concept-Map an. Bei der Mind-Map werden Begriffe spontan verkettet. Dadurch wird das assoziative und kreative Potential des Denkens stimuliert.

Aufgrund ihrer Komplexität benötigen Concept-Maps zur Darstellung wesentlich mehr Platz als Mind-Maps. Ebenso sind Mind-Maps platzsparender, weil hier die Begriffe auf die Linien eingetragen werden und insofern der Platz der Beziehungslinien (wie bei den Concept-Maps) eingespart werden kann.

Quelle: Wikipedia

Diese Methode der Concept Map stellt nicht nur eine Arbeitserleichterung dar, indem es z.B. prüfungsvorbereitend für die Aufstellung mehrerer Kernaspekte eines Themas genutzt werden kann, sondern hilft auch die vielfältigen eigenen Ideen zu ordnen und Tendenzen des Gedankenganges zu erkennen: z.B. kann man Aspekten, über die man sichtlich weniger nachgedacht hat, nun eine höhere Beachtung schenken.

Doch wie funktioniert diese Methode unter Anwendung einer entsprechenden Software, wie IHMC CMap Tools?

Der Screencast: Grundlegende Funktionen der Concept-Map Freeware CMaps

Am Beispiel des Lateinunterrichtes soll gezeigt werden, wie Schüler ihr Faktenwissen zu der historischen Figur M. Tullius Ciceros zunächst einfach und dann komplexer strukturieren können, um sich einen Überblick über die Aspekte der Person zu verschaffen.

Im Screencast wird daher nach der Vorstellung des Grundaufbaus der Software zunächst auf die grundlegenden Funktionen eingegangen, wie das Erstellen von „Concepts“ (Platzhalter für Kernbegriffe) und deren Verknüpfung durch Linien. In einem zweiten Schritt soll das Einfügen von externen Ressourcen, wie Bildern und Links, sowie die praktische „Containerfunktion“ und das Ändern einzelner Hintergrundbereiche vorgestellt werden.

Teil 1: Grundfunktionen von CMaps

Um erst einmal „Material“ zu haben, das man später Vernetzen kann, bietet es sich an, Begriffe, die einem zur Person Ciceros in den Sinn kommen, „aufzuschreiben“: Durch Doppelklicks erzeugt man so genannte „Concepts“, in die man dann die Begriffe eintragen kann.

Hat man eine ausreichende Sammlung angelegt, kann man diese Concepts auf dem Bildschirm schon mal leicht gruppieren und hierarchisieren. Anschließend kann man Concepts voneinander abhängig machen, indem man auf das Pfeilsymbol oberhalb eines Concepts klickt und zum gewünschten zieht. Mittels der „Stile“-Schaltfläche kann man nun Form, Farbe und Hintergrund von Linien und Concept-Objekten nach Belieben variieren.

Teil 2: Einfügen von Bildern, Links und Containern in CMaps

Bilder einzufügen ist sehr einfach: Man braucht nichts anderes tun, als die Bilddatei mit der linken Maustaste in die CMap-Datei zum gewünschten Symbol zu ziehen. Das Bild selbst wird automatisch vom Programm in den entsprechenden Ordner gezogen. Es öffnet sich ein Fenster, das die Eingabe von Zusatzinformationen und andere Funktionen ermöglicht.

Auf gleiche Weise fügt man einen Link ein, nur dass man diesen markiert und dann auf den CMap-Fenster zum entsprechenden Symbol zieht. Es öffnet sich auch danach ein Fenster, so dass man weitere Angaben, wie Beschreibungen des Links, machen kann.

Ein sehr nützliches Tool ist die “Container-Funktion“, die einem die Zusammenfassung mehrerer Concepts unter einen übergeordneten Begriff ermöglicht, so dass platzsparend eine CMap angelegt werden kann und man nicht ständig mehrere Bereiche verschieben muss, um weiterarbeiten zu können.

Teil 3: Austausch von CMaps

Wichtig ist selbstverständlich, dass eine Mind Map in Formaten gespeichert werden kann, die jedem zugänglich und bekannt sind, wie pdf oder html. In  diesem letzten kurzen Teil soll daher auf das Exportieren einer Mind Map eingegangen werden und darauf, wie sie auf einen der frei zugänglichen Server hochgeladen werden kann.

Weitere Links zum Thema

  • http://cmap.ihmc.us/Publications/index.php Übersicht über die Publikationen zum Concept Mapping; Artikel sind großteils im pdf-Format verfügbar und bieten eine gute Grundlage, um sich theoretisch tiefer in die Thematik einzuarbeiten. (02.01.2010)
  • http://www.elba.ethz.ch/docs/cmaptools_manual.pdf Deutschsprachige Bedienungsanleitung zur Version 4.09 der ETH Zürich, die kurz zusammengefasst und mit ein paar Illustrierungen die grundlegenden Funktionen des Programms zeigt. (02.01.2010)
  • http://www.wikihow.com/Use-CmapTools-to-Conceptualize Sehr knappe, aber auf das Wichtigste bedachte Zusammenfassung zur Erstellung von CMs mit einem Beispielvideo am Ende der Seite. (02.01.2010)
  • http://cmap.ihmc.us/Publications/ResearchPapers/TheoryCmaps/TheoryUnderlyingConceptMaps.htm Informative Erläuterungen dazu, welche psychologischen Prozesse dem Mind Mapping zu Grunde liegen, wie gute CMs erstellt werden und welche Einbindung im Rahmen der Bildung sie leisten können. (02.01.2010)
  • http://cmap.ihmc.us/Support/Help/ Online Hilfefunktion zum Umgang mit CMs zu verschiedensten Themen; sehr hilfreich, da zusätzlich zur Texterklärung Screenshots eingefügt sind. (02.01.2010)
  • http://www.youtube.com/watch?v=iTCZZPEfRKM Beispiel zur Erstellung einer CM (science class, human body system); verdeutlicht, wie man die Erstellung von CMs unter Mitarbeit der Schüler in den Unterricht einbauen kann (02.01.2010)
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