Kurzvorstellung: Alternativen zu Google (Ixquick, Clusty und Bing)

24. September 2010 | Von | Kategorie: Medien finden

Alternativen zu Google

Das Internet ist mittlerweile vielleicht nicht nur im Alltag, sondern auch für den Schulbetrieb die führende Quelle zur Informations- und/oder Materialbeschaffung geworden. Google genießt hier eine absolute Monopolstellung. Diese Monopolstellung gilt es kritisch zu hinterfragen, da Google so eine für den Einzelnen nicht zu fassende Menge an Daten zu Privatpersonen sammelt. Hier ist zu beachten, dass Google dies sicherlich aus ökonomischen Gründen der Gewinnmaximierung und Festigung des Monopols tut und die Folgen nicht abzusehen sind. Insbesondere ist es daher von Vorteil bzw. notwendig  Alternativen, wie zum Beispiel Ixquick in die Webrecherche mit einzubeziehen. Ixquick verzichtet bewusst komplett auf die Suchdatenspeicherung und nimmt somit eine Vorreiterrolle im Datenschutz ein.

Der Screencast: Suche mit Clusty, Ixquick und Bing.com – eine Kurzeinführung

Am Beispiel des Begriffs der Sexualpädagogik wird in diesem Screencast gezeigt, wie Lehrer und SchülerInnen die verschiedenen Suchmaschinen sinnvoll und effizient einsetzen können.

Im Folgenden werden die Besonderheiten der verschiedenen Suchmaschinen noch kurz schriftlich erläutert.

Google Alternative 1: die Metasuchmaschine Clusty

Die Suchmaschine Clusty ist eine sogenannte Metasuchmaschine, das heißt, dass sie gleichzeitig den Datenbestand mehrerer Suchmaschinen absucht. Sie vergleicht diese und filtert eine Ergebnisseite heraus, sodass keine wichtigen Quellen außer Acht gelassen werden. Dabei verwendet sie beispielsweise: Google, Bing, Ask, Gigablast und Open Directory und bei der Newssuche darüber hinaus CNN, Reuters, Yahoo! News sowie die New York Times. Die gefundenen Ergebnisse werden in einer Spalte links in thematischen Untergruppen (Clustern) zusammengefasst und sortiert, um die Suchergebnisse für den Nutzer übersichtlicher zu strukturieren.

Google Alternative 2: die Metasuchmaschine Ixquick

Ixquick, eine andere Metasuchmaschine, zeichnet sich in erster Linie durch den freiwilligen Verzicht der Speicherung von privaten Nutzerdaten aus. Die Ergebnisse von Ixquick werden durch ein Sternensystem bewertet, bei dem maximal fünf Sterne erreicht werden können. Fünf Sterne bedeuten, dass der jeweilige Eintrag auf fünf verschiedenen Suchmaschinen unter den ersten zehn Platzierungen zu finden war.

Google Alternative 3: die klassische Suchmaschine Bing.com

Das Suchportal Bing.com gehört zu Microsoft und ersetzt seit Juni 2009 die vorherige Suchmaschine Live Search. Unter anderem durch eine Kooperation mit Yahoo! versucht Microsoft die Marktführerschaft von Google zu durchbrechen. Laut Microsoft soll Bing.com nicht nur eine herkömmliche Suchmaschine sein, sondern seinen Usern als „Entscheidungsmaschine“ bei täglichen Anschaffungen unterstützen. Des Weiteren verfügt Bing.com über eine sehr gute Suchfunktion für Bilder und Videos. Als Besonderheit bei der Bildersuche bietet diese Suchmaschine eine selbstverlängernde Übersicht: Scrollt der Benutzer herunter, so lädt Bing dynamisch weitere Bilder nach. Links neben den Resultaten bietet Bing außerdem verwandte Suchbegriffe /-vorgänge sowie die Suchhistorie an. Bing wurde kurz in dem Suchmaschinenvergleich Artikel  2009 vorgestellt. 

Gastautoren: Michael Koch und Balasundaram Krisanthan


weiterführende Links und Materialien

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3 Kommentare auf "Kurzvorstellung: Alternativen zu Google (Ixquick, Clusty und Bing)"

  1. […] Das Internet hat im Hinblick auf die Beschaffung von Informationen längst auch Einzug in den Schulalltag gehalten. Wissenswertes zu eigentlich allen Themen wird heute eher „gegoogled“, als in Lehrbüchern oder anderen Quellen nachgeschlagen. (…Trotzdem: dass es inzwischen auch andere gute Suchmaschinen gibt, wie etwa ixquick.com schrieben wir hier und hier) […]

  2. Svenja sagt:

    Also als wirkliche Alternative kann ich Euch allen nur http://kukuu.de ans Herz legen. LG!

  3. René sagt:

    Ein gelungener Artikel mit hilfreichen Informationen.

    Einige Suchmaschinen beziehen Ihre Daten von Google oder Bing und machen Sich damit abhängig von den grossen. Ausserdem stehen die Server bei einigen dennoch in den USA. Das erlaubt den Geheimdiensten, jederzeit aufgrund des „Patriot Acts“ auf die Daten zuzugreifen. Es wird zwar behauptet, dass keine persönliche Daten wie IP-Adresse, suchgewohnheiten usw. gespeichert werden. Tatsache ist jedoch, dass interne Auswertungen damit verunmöglicht würden. Daher glaube ich das überhaupt nicht.

    Ergänzend gibt es eine weitere sehr gute Alternative Suchmaschine aus der Schweiz. CENTIL – Schweiz (www.suchportal-schweiz.ch) ist seit kurzem ebenfalls unter der Domain http://www.CENTIL-Europe.de erreichbar.
    Diese Suchmaschine verfügt über einen eigenen Index, welcher zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Kommentars 3.7 Millionen indexierte Websites aufwies. Gemäss Betreiber werden nur die Texte der Websites gespeichert. Der gesammte HTML und Script-Code wird vor dem Speichern gelöscht. Dies zum Selbstschutz, damit der Server keine Viren oder Malware verbreiten kann. Damit sind auch die Besucher geschützt. Zumindest auf den Seiten von CENTIL.
    Das gute ist, man kann nach Land suchen. Das ist anfangs etwas gewohnheitsbedürftig, aber man hat sich schnell daran gewöhnt. Ausserdem verfügt die Suchmaschine über eine umfangreiche Rubrikensammlung. Wenn man seine Homepage registriert, kann mit einfacher 3-Ebenen Auswahl die richtige Rubrik schnell und einfach ausgewählt werden. Der Betreiber ist das gleichnamige Technologieunternehmen CENTIL – Schweiz.

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