Erstellen von E-Learning Inhalten mit dem Webdienst Sproutbuilder

16.10.08 | von | Kategorie: Autorentools, Elearning und Edutainment

Sproutbuilder ist ein viel versprechendes Web-Framework.

Es handelt sich um eine Art Baukasten mit welchem broeserunabhängige Web Inhalte  realisiert werden können.

Sproutbuilder.com läuft direkt aus dem Browser.  Es braucht hier also nur

  • eine schnelle Internetverbindung
  • einen aktuellen Webbrowser
  • ein installiertes Flashplugin (derzeit Version 9)

Um Sproutbuilder  zu nutzen muss außer obigen Vorraussetzungen nichts auf dem Rechner installiert werden.

Das ist anders als bei altbekannten Autorentools wie etwa dem Mediator oder Macromedia Director.

Der große Vorteil von Sproutbuilder.com ist es dass die unterschiedlichsten Inhalte einfach über drag & drop positioniert werden können und die fertigen Webinhalte über das Flash-Format/HTML-Format dann sehr einfach in schon bsprout_builder_logo1estehende Websites eingebunden werden können.

Am Anfang wird einmalig die Screengröße des Projekts in Pixeln angegeben. Anschließend beginnt die eigentliche Arbeit am Projekt.

Der Ablauf ist als intuitiv zu bezeichnen, zuerst lädt man die zu verwendenden Materialien bei Sprout hoch.
Hoch geladene Inhalte werden in einem Repository übersichtlich nach Medientyp (Video, Audio, Bilder, Flash) vorsortiert und können dann einem Projekt zugeordnet werden.

Die Oberfläche: Gestaltung des Interface von Sproutbuilder.com

Ist das einmal erfolgt können Inhalte erstellt werden. Die eingebetteten Objekte können direkt im Sproutbuilder in der Größe verändert oder beschnitten werden.

Die Bedienung ist für ein Autorentool recht einfach gehalten und erinnert stellenweise an Macromedia Flash.

Der Transfer ist auf der Ebene des Workflows und der Symbolik gegeben gegeben. Die meisten Interaktionen finden nach dem Schema: Selektion Aktion statt, auch Drag and Drop ist dank neuer Browsertechniken ohne weiteres möglich.

So wird in Sproutbuilder.com immer wieder der altbekannte Windows Rechtsklick genutzt um Zugriff auf Funktionen zu bekommen. Auch die Tastenbelegungen sind sehr intuitiv, ein markiertes Zeichenobjekt kann beispielsweise ganz einfach über die “entf” Taste gelöscht werden. Richtig… das kennen wir ja von Word.

Die Steuerung der Oberfläche erfolgt zwar wie gesagt komplett über den Browser, aber man merkt nach einer gewissen Zeit gar nicht mehr dass es sich “nur” um eine Website handelt mit der man an einem Multimediaprojekt arbeitet.

Sproutbuilder.com bietet einen neuen Zugang, der auch Anfängern nach einer gewissen Einarbeitungszeit ermöglicht beeindruckende interaktive Materialien im Flashformat zu erzeugen.

“Autorentool” Sproutbuilder: Konkurrenz für Mediator und co?

Es braucht eine gewisse Einarbeitungsphase, aber nach einiger Zeit können dank der stimmigen Oberfläche schon die ersten Erfolge verbucht werden. Auch ist es stets möglich “Fehlschritte” mittels einer grafisch ansprechend gestalteten chronologischen Undo-Funktionsleiste wieder rückgängig zu machen.

Leider war Sproutbuilder im Testprojekt teilweise etwas träge im Ansprechverhalten.

Es kam zu kleineren Geschwindigkeitseinbußen – was aber angesichts der Tatsache des kostenlosen Charakters des Angebots nicht weiter wundert:  Sprout ist Web 2.0 mäßig sehr trendig unterwegs und wird vermutlich auch von Webdesignern benutzt/ getestet.

Die Funktionen in Sprout sprengen schnell den Rahmen: da die Oberfläche komplett aus dem Netz läuft lassen sich sehr leicht Inhalte von Social Websites wie Facebook,  RSS-Feeds oder auch Kartendienste wie die google Map API oder YahooMaps in Projekte integrieren.

Gerade letzterers macht es möglich bestehende Daten in Sprout zu sammeln und grafisch ansprechend zu präsentieren.

So ist es mit Sprout möglich, kleine und auch große Web-Widgets zu gestalten – ein Einsatzbereich der in Mediator nur sehr eingeschränkt möglich wäre. Allerdings sind im Sproutbuilder keinerlei Profile für ein DVD-Authoring oder ähnliches, Sproutbuilder ist eben doch “nur” im Netz unterwegs.

Aber genau hier liegt die Stärke und auch einer der Gründe für die Attraktivität des Sproutbuilder: anstatt alles anbieten zu wollen, spielt Sproutbuilder seine Stärken beim Erstellen von Internetinhalten im Flashformat aus.

Erstellen lassen sich recht einfach: Mp3-Playermenus, Foto-Slideshows, und vieles mehr – kleine Widgests wie  Quize oder ein Klassenfoto für die Facebookseite lassen sich hiermit recht schnell realisieren.

Die fertigen Projekte lassen sich natürlich in einem überarbeitungsfähigen  wenn auch proprietären Format speichern…

Sproutbuilder in der Schule?

Im Internet finden sich dann auch einige Filme bei Youtube, in denen uns ein junger dynamischer Mensch (ein Lehrer!) zeigt was man mit dem Webdienst Sprout alles machen kann:

httpv://de.youtube.com/watch?v=mok49o2o2e4

Auf einem eigenen Youtube Kanal mit Tutorials werden die wichtigsten Funktionen gezeigt.

Aktualisierung: nur noch für Bildungseinrichtungen und non-Profit Organisationen kostenlos (Februar 2009):

Wie so viele andere Trendy Web 2.0 Dienste ist inzwischen auch Sproutbuilder.com bemüht Geld zu verdienen.
Klar: nur von dem Hype (zu dem ich mit diesem Artikel gewiss auch ein bisschen beigetragen habe) lässt sich  kein Geld verdienen…

Ich habe gerade eine Mail erhalten, dass ab sofort der  Dienst von Sprout.com kostenpflichtig wird. Bedauerlich, da das Kostenmodell i.m.A. nicht als besonders günstig zu bezeichnen ist. In der Mail ist die Rede von einem  monatlichen Entgelt von 19$ (also derzeit fast 10€) vor.

You can find more information about our pricing tiers here: http://sproutinc.com/products/builder/pricing/

As a way of thanking you for signing up for our service before we implemented the pricing system we would like to offer you a discount for the Individual level.  Instead of $19/month we will offer you this level for $13.95/month.

Allerdings: es  gibt wohl noch kostenfreie Accounts für Non-Profit- und Bildungseinrichtungen:

At that time all users will need to pay in order to access their sprouts (with the exception of qualified non-profits and education accounts – email pricing@sproutbuilder.com for more details on this).

Also: nach wie vor einen Blick für E-Learning Enthusiasten wert? Die Anfrage bei sproutbuilder.com läuft, mal sehen nach was für Krtierien die kostenfreien Accounts für Non-Profit und Bildungseinrichtungen vergeben werden – wenn es ein Feedback gibt wird das hier natürlich geschrieben.

Weiterführende Links zum Thema:

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